Der Große Weisheitssaal

Erhalten blieb sowohl 1961 als auch 2001/02 der im Obergeschoß der Mühle befindliche Große Weisheitssaal. Er ist Versammlungsort der Senatoren, an dem sie sich zu Beginn des akademischen Jahres im April und zur Eröffnung der Karnevalszeit am 11.11. treffen. Sein Aussehen erhielt er 1950 und vor allem 1963/4. Ausgestattet ist er mit Eichensesseln, die den närrischen Namen des betreffenden Senators mit seinem Emblem in der Lehne tragen. Zusätzlich stehen auf den Regalbrettern über den Sesseln Schnitzwerke mit allegorischen Darstellungen, die auf den Namen oder die Tätigkeit des jeweiligen Senators abheben, die sogenannten Senatorengeheimnisse. 1963 hat sie Herbert Strauch geschaffen. Zum Schmuck erhielt der Weisheitssaal noch eine Elektroheizung, damit man dort auch im Winter tagen konnte. Den Ausbau und die Ausstattung finanzierte die Narrenakademie zum größten Teil über Spenden ihrer Mitglieder. Die ursprüngliche Funktion der Mühle ist im obersten Geschoß noch ablesbar. Das Mahlwerk und der 1995 rekonstruierte Einfüllschacht für das Getreide zeigen, mit welchen Mitteln der Müller seine Arbeit im 19. Jahrhundert verrichten mußte.

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