Rund um das Dülkener Ei



- ein Gang über die Wälle

Einen herzlichen Dank an Frau Bohnen


Nordschule (heute Paul-Weyers-Schule) 1993
Wir beginnen den Rundgang außerhalb der alten Stadt Dülken auf dem Mühlenberg. Hier steht die alte Nordschule - heute Paul-Weyers-Schule -, nach dem Dülkener Heimatdichter Paul Weyers benannt (1890 - 1972). Auf dem Grundstein lesen wir die Jahreszahl 1891. Hier residierten die Rektoren Erkens und Böhm, von denen ein alter Dülkener Spruch erzählt: „Bee Müller Klein, doe woer et fein, bee Rektor Böhm, doe woer et schön, bee Erkes Jriis, doe woer et fies." Der Mühlenberg, auf dem die Schule steht, hat seinen Namen von der Tränkemühle, die seit 1505 hier gestanden hat, eine Bockwindmühle, die das Korn der Bauern aus dem Umfeld mahlte. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie von der Narrenakademie genutzt. Beim jungen Licht versammelten sich die Narrenakademiker hier auf dem Mühlenberg in der alten Tränkemühle. 1880 brannte sie ab, und so wurde später hier eine Schule errichtet. Sie steht also auf historischem, närrischem Boden und hat von daher schon einen besonderen Stellenwert unter den Schulen Dülkens!


Eingang zum Lunapark - 2004
Wir gehen bis zum Lunapark, der bis Ende des 19. Jahrhunderts Friedhof war. Der erste Friedhof in Dülken war in der Nähe der Corneliuskirche, heute Moselstraße. Als auch der Friedhof an der Süchtelner Str. zu klein wurde, kaufte die Stadt von dem Bauern Arnold Reimes ein großes Stück Ackerland, das man in Dülken „Reemes Hei" nannte. Wenn jetzt jemand in Dülken gestorben war, sagte man: „Däe kömp op Reemes Hei." 


Hinweisschild-Träenketor 2005
Die Mariensäule, 1856 gegenüber dem Lunapark genau in der Kurve nach Viersen errichtet, wurde wegen zunehmenden Verkehrs an die Mauer zwischen Lunapark und Nordschulhof versetzt. 2001 bekam sie

Mariensäule
einen neuen Platz, steht wieder direkt an der Straße am Bürgerhaus und wäre nach 6 Wochen bereits von einem Lastwagen zertrümmert worden, hätte nicht der Kunstschmied Dommers ein festes Gitter um die Mariensäule gesetzt. Das Original steht heute in der Corneliuskirche, das Duplikat schuf der Bildhauer Stephan Przibylla. Wir überqueren die Gasstraße und gehen bis zum Nord / Westgraben. Hier beginnt der Gang durch das alte Dülken.





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